Wer kennt sie nicht? Die guten Traditionen. Manche gibt es schon jahrelang, während andere, neue lieb dazugewonnen werden und ebenfalls zukünftig nicht mehr fehlen dürfen.

Persönliche Geschichten in Kombination mit Traditionen, finde ich besonders spannend. Daher freue ich mich heute total, dass die liebe Ulrike Ziegler (Ulli) uns hier im ersten Gastbeitrag den schönen Hintergrund zu ihrem traditionellen Weißwurstfrühstück verrät.

Bühne frei: Ulli’s erster Gastbeitrag zum traditionellen Weißwurstfrühstück

Die Geschichte unserer 1. Mai Frühstückstradition begann Ende April 2003, als mein Mann und ich (damals noch nicht verheiratet) das erste Mal mit dem schwiegerelterlichen Wohnmobil zu einem Kurztrip zum Bodensee unterwegs waren.


Wir kamen im strömenden Regen sehr spät in Lindau am Campingplatz an. Bis zum nächsten Tag auf dem Parkplatz davor stehen bleiben, morgen können wir rein – so die Anweisung vom Camping-Chef. Es hat wie aus Kübeln geschüttet, drinnen war es so kuschelig, noch relativ frisch verliebt, machten wir uns über das Wetter keine Sorgen.

Wie Bayerisches Gezeter zum traditionellen Weißwurstfrühstück führte

Am nächsten Morgen wurden wir von zwei Dingen geweckt – einmal von den Sonnenstrahlen, die ins Wohnmobil hereinschienen. Zum anderen von Stimmen, die unseren „Nachbarn“ gehörten: ER (voller Freude):“Und jetzt gibt’s Weißwürste und dazu a scheens Bier“, darauf SIE (zänkisch, bissig, keifend):“Heit gibt’s kaa Bier!!!“ (die Ausrufezeichen konnte man übrigens hören). Mein Mann und ich schauten uns an und mussten so lachen, obwohl uns der arme Mann sehr leid tat. Als wir uns beruhigt hatten, habe ich ihm gesagt, dass ich nie, nie so werden möchte und er immer Bier kriegt, wenn er eins möchte (an der Stelle möchte ich nochmals dran erinnern, dass ich Versprechen halte).

Kurz darauf bekamen wir unseren Stellplatz, mein Mann ging zur Rezeption, die Formalitäten erledigen. Als er wiederkam, hat er mir verkündet, dass er uns am 1.Mai im Biergarten zum Weißwurstfrühstück eingecheckt hat. Und wisst ihr wie unglaublich ich mich darüber gefreut habe … vermutlich fragt sich jetzt jeder, warum man deswegen so vor Freude ausrastet – ich kann’s nicht erklären, aber es war so.

Und dieses Glück, diese Freude spüre ich immer noch, wenn ich daran denke. Am 1. Mai gingen wir also los zum Biergarten. Mein Mann:“Und jetzt gibt’s Weißwürste und ein schönes Bier dazu“, darauf ich:“Heit gibt’s kaa Bier“. Wir lachten und lachten und über diesen Spruch lachen wir auch heute noch. Und seitdem gibt es traditionell an jedem 1. Mai – soweit möglich – in Erinnerung an diesen Tag ein Weißwurstfrühstück.

Traditionelles Weißwurstfrühstück bei Ulli
Fotos und Text: Ulrike Ziegler

Was man für ein traditionelles Weißwurstfrühstück braucht

Nach dieser tollen Geschichte habt ihr Lust auf ein richtig tolles Weißwurstfrühstück bekommen und findet hier kein Rezept? Kein Problem, ich verlinke euch hier einmal eine Seite, auf der ihr wirklich alles zum Thema Weißwurstfrühstück findet.

Das war er also, der erste Gastbeitrag hier auf dem Blog. Hat er euch gefallen? Wir freuen uns über jedes Sternchen und Kommentar. Ulli und ihre herrlichen Geschichten findet ihr übrigens auch auf Instagram (ulli.ziegler). Reinschauen lohnt sich.

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